Die Nachfrage nach E-Books und Hörbüchern wächst seit Jahren – und damit auch die Bedeutung unserer digitalen Angebote wie Onleihe und OverDrive.
Gleichzeitig stehen öffentliche Bibliotheken bundesweit vor einer großen Herausforderung: Die Lizenzkosten für
digitale Medien steigen deutlich, und viele Titel sind nur eingeschränkt oder gar nicht verfügbar.
Warum ist das so?
- Bibliotheken kaufen E-Books nicht wie gedruckte Bücher zum regulären Ladenpreis. Stattdessen müssen sie Lizenzen erwerben, deren Bedingungen und Preise die Verlage frei festlegen können.
- Viele Verlage bieten ihre E-Books Bibliotheken gar nicht an – oder nur zu sehr hohen Preisen bzw. mit starken Nutzungseinschränkungen.
- Die Lizenzmodelle unterscheiden sich stark: Manche Titel dürfen nur eine begrenzte Anzahl an Ausleihen haben, andere laufen nach einer bestimmten Zeit ab. Dadurch
müssen Bibliotheken Titel regelmäßig neu lizenzieren.
- Dienstleister wie Onleihe (divibib) und OverDrive verhandeln die Lizenzbedingungen mit den Verlagen und geben diese an Bibliotheken weiter.
- Die Preisentwicklung auf dem Markt wirkt sich daher direkt auf unser Budget aus.
Was bedeutet das für unsere Nutzer*innen?
- Längere Wartezeiten bei beliebten Titeln: Wenn Lizenzen sehr teuer sind oder nur begrenzt verfügbar, können wir weniger Exemplare erwerben.
- Einige Titel können wir gar nicht anbieten, weil Verlage sie nicht für Bibliotheken freigeben.
- Stetige Investitionen sind nötig, um die digitale Versorgung aufrechtzuerhalten – trotz steigender Kosten.
Warum bleiben wir trotzdem dran?
Digitale Medien sind ein zentraler Bestandteil moderner Bibliotheksarbeit. Sie ermöglichen:
- Lesen rund um die Uhr
- Barrierefreie Nutzung
- Zugang zu Literatur unabhängig vom Standort
- Ein breites Angebot an Sprachen und Formaten
Daher setzen wir uns weiterhin aktiv dafür ein, faire und transparente Lizenzmodelle zu erreichen – gemeinsam mit anderen Bibliotheken, Verbänden und politischen Akteuren.